Bild, Buch, Bestseller

Tipps aus dem Buch

Facebook und Twitter

„Facebook: Die moderne Form des Poesiealbums, aber ohne Poesie.“
© Elmar Schenkel (*1953), Anglist, Autor, Übersetzer, Maler

Eines gleich vorweg: Ich bin kein großer Fan von sozialen Medien und Netzwerken. Das mag auch daran liegen, dass ich zu wenig Experte auf diesem Gebiet bin. Der „Social Media“ Krug ging zwar nicht komplett an mir vorüber. Tatsächlich habe ich eine geraume Zeit auf Twitter eifrig gezwitschert und bei Facebook durchaus einige Follower. So richtig schmecken wollte mir der Inhalt aber irgendwie nicht. Selbst als ich Facebook und Twitter mit automatisierten Plug-Ins über meine WordPress-Seiten oder über meine Künstler-Websites ohne großen Aufwand mit Infos beliefern konnte, sprang der Funken nicht auf mich über.
Zum einen mag das daran liegen, dass ich längst nicht alle Möglichkeiten der Social Media ausgeschöpft habe. Zum anderen lag mein fehlender Enthusiasmus für Facebook & Co aber auch in dem Faktor Zeit. Facebook und Twitter kosten Zeit. Für viele mag sich der Aufwand in Grenzen halten. Einige gaben mir sogar den Tipp, nur morgens einmal für eine halbe Stunde in den Account zu schauen, ggf. zu antworten und abends noch einmal das Gleiche. Ich für meinen Teil habe aber entschieden, diese Zeit lieber für andere Dinge zu nutzen.
Diese Entscheidung ist keinesfalls in Stein gemeißelt. Ich bin gern bereit, mich überzeugen zu lassen und meine Entscheidung zu überdenken, wenn sich die Voraussetzungen ändern.
Gleichwohl werden bei der Frage nach Marketingaktivitäten bezüglich einer Buch-Promotion nicht selten Facebook und Twitter genannt. Aufgrund fehlender Kenntnisse kann ich wenig darüber sagen, inwieweit Social Media zum Buch-Erfolg beitragen können. Also habe ich bei meinen Facebook- und Twitter-erfahrenen Autoren-Kollegen nachgefragt, ob und wie viele Nutzer der sozialen Medien das Buch wirklich kaufen. Das Ergebnis war eher ernüchternd. Kaum jemand. Bei einem Kollegen mit mehr als 700 Followern führte die Vorstellung des eigenen Buchs bei Facebook sowie eifriges Tweeten auf Twitter sogar zu nicht einem einzigen verkauften Exemplar. Zwar kann ich weder die Qualität seiner durchgeführten Promotion auf Facebook und Twitter beurteilen, noch sein Wissen über soziale Medien. Ich unterstelle aber mal, dass der Kollege über das nötige Know-how verfügt, zumal er ein sehr gefragter Buchautor und Journalist ist.
Also recherchierte ich im Internet und stieß auf ähnliche Einschätzungen. So wissen Autoren aus den USA zu berichten, dass die „Conversion Rate“ bei Buch-Promotionen auf Facebook & Co wohl im Promillebereich liegt. Unter dieser Umsatz- bzw. Umwandlungsrate versteht man, wie viele Besucher einer Website tatsächlich zu Käufern des beworbenen Produktes werden.
Demnach könnte man also Social Media im Buchmarketing zumindest bei Self-Publishern für überbewertet halten. Folglich sollte man seine kostbare Zeit lieber anderswo sinnvoller einsetzen.
Allerdings macht wenig Sinnvolles oft am meisten Spaß. Darüber hinaus ist direkter Kontakt zum Leser mit Sicherheit kein Nachteil. Vor allem, wenn es um die Frage geht, ob und wie das eigene Buch beim potenziellen Leser ankommt.

Pressemitteilungen und Presseportale

Als Künstler Aufmerksamkeit zu generieren, ist nicht einfach. Allein in Deutschland gibt es mehr als 181.500 Künstler aus den Bereichen Wort, Musik, darstellende Kunst und bildende Kunst.(Quelle: Künstlersozialkasse 2015) Doch wie schafft man es da, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen?
Werbung ist teuer, und die klassische Pressearbeit scheitert häufig an der Gatekeeperfunktion der Journalisten. Das Internet ist die Lösung und bietet völlig neue Möglichkeiten, Inhalte selbst zu veröffentlichen und die Zielgruppe direkt zu erreichen.

Die Online-Pressemitteilung: So kommen die Inhalte zu den Menschen
Wie Studien belegen, hat sich das Informationsverhalten von Konsumenten in den letzten Jahren signifikant geändert. So informieren sich bereits 64 Prozent der Befragten über das Internet und lediglich 37 Prozent über Zeitungen. (Quelle: IDF Allenbach)
Auch in puncto Vertrauen haben die neuen Medien die Nase vorn. Ebenfalls 37 Prozent vertrauen den Informationen des Internets mehr, nur 18 Prozent schwören auf die Zeitung. Quelle: Edelman Trust Barometer 2015) Deshalb legen Kunden vermehrt Wert auf Glaubwürdigkeit und Relevanz.
Der Wandel von der unternehmenszentrierten klassischen Kommunikation, hin zum zielgruppenorientierten Content Marketing/PR ist die Folge.
Ein wichtiges und flexibles Kommunikationsinstrument zur Verbreitung von Inhalten ist die Online-Pressemitteilung. Über Presse-, Fach- und Themenportale werden so einfach und schnell aktuelle und nützliche Informationen auf direktem Weg in die Öffentlichkeit getragen. Die Inhalte lassen sich aber auch über viele weitere Medien aufbereiten und verbreiten, zum Beispiel über Social Networks, Dokumenten-Netzwerke, Bilderportale und viele weitere.
Im Gegensatz zur Medienberichterstattung bestimmen die Verfasser bei den Online-Pressemitteilungen den Inhalt selbst und können beliebige, relevante Informationen mit ihrer Zielgruppe kommunizieren. So wird die Pressemitteilung zur Kundenmitteilung mit ganz neuen Möglichkeiten für inhaltliche und formelle Gestaltung. Sie können Interviews, Fotos, Grafiken, Videos und Abbildungen einbinden, um die Mitteilung visuell attraktiv aufzubereiten. Auch Storytelling ist eine beliebte Methode. Fallbeispiele von Kundenprojekten und Geschichten aus dem Künstleralltag wecken Aufmerksamkeit und locken potenzielle Kunden. Berichten Sie über Ausstellungen und Vernissagen, um Ihre Kunden auf dem Laufenden zu halten. So könnte Ihre Pressemitteilung für die kommende Ausstellung aussehen: http://kunst.pr-gateway.de/maskunst-setzt-kunstlerische-akzente-mit-bildern-von-bettina-zastrow/
Der Mehrwert für die Zielgruppe entscheidet dann am Ende darüber, ob die Meldung gelesen wird, oder nicht.
Bei der Bewerbung und Berichterstattung hilft Ihnen die kostenlose Checkliste „So bewerben Sie Ihre Veranstaltung erfolgreich in der Öffentlichkeit“ (http://www.pr-gateway.de/de/white-papers/checkliste-event-pr)
Bevor eine Pressemitteilung gelesen werden kann, muss sie von der Zielgruppe aber zunächst gefunden werden. Deswegen haben sich im Laufe der Zeit gewisse Formalia bewährt, um Pressemitteilungen und Inhalte an den Kunden zu bringen. Das wichtigste: Machen Sie sich Gedanken um relevante Schlüsselbegriffe, die die Zielgruppe interessieren und sucht. Stichwort: Keywords. Verwenden Sie die Keywords in der Headline, Untertitel, im Haupttext und in der Bild- und Videobeschriftung (ca. zwei bis drei Mal pro 100 Wörter).
Starten Sie dann mit einer aussagekräftigen Headline, die nicht mehr als 63 Zeichen betragen sollte, um Aufmerksamkeit zu erzielen. Online-Mitteilungen bieten zusätzlich Platz für einen Untertitel, stellen Sie hier den inhaltlichen Bezug zum Text her.
Im Leadtext beantworten Sie in zwei bis drei Sätzen die fünf W-Fragen: Wer? Was? Wann? Wo? Warum? Der Haupttext besteht aus etwa drei bis fünf Absätzen mit Zwischenüberschriften. Nutzen Sie zusätzlich Bilder und Videos um Ihre Mitteilung visuell attraktiv zu gestalten.
Dieses Beispiel zeigt anschaulich, wie eine Pressemitteilung mit einem Bild und Video aufgewertet werden kann: http://kunst.pr-gateway.de/passion-und-explosion-der-farben/
Hat der Kunde nun die Pressemitteilung gelesen, möchte er sich weiter über Ihre Arbeiten informieren. „Links“ heißt das Zauberwort. Mit Hyperlinks schaffen Sie eine direkte Verbindung zwischen Text und Website und können den Leser so gezielt auf weiterführende Informationen oder Angebote führen.
Binden Sie ein bis drei Links pro Mitteilung ein, und führen Sie so den Kunden auf Ihre Website. Platzieren Sie einen Link am Ende des Haupttextes und einen im Adressblock. Wahlweise können Sie weitere Links zum Abschluss des Leadtextes oder im Haupttext verwenden.
Nun sollte einer guten Auffindbarkeit im Internet nichts mehr im Wege stehen.

Regelmäßige Veröffentlichung. Die Strategie der Mehrfachverwertung
Im Echtzeitweb zählt vor allem eine regelmäßige Kommunikation. Eine regelmäßige und weitreichende Kommunikation im Internet schafft viele Veröffentlichungen und damit eine größere Chance mehr Aufmerksamkeit zu generieren.
Durch eine intelligente Mehrfachverwertung der Inhalte lässt sich eine regelmäßige Veröffentlichung über viele Medien und Kanäle auch budget- und ressourcenschonend umsetzen.
Als Autor, Künstler oder Musiker verfügen Sie über ein großes Spektrum an Expertenwissen und Material. Dieses Wissen haben Sie auch schon aufbereitet, in Texten und Bildern. Nutzen Sie dieses Material und veröffentlichen es via Pressemitteilung und Social Media.

Weitreichende Distribution
Das Web 2.0 hat unzählige neue Kommunikationskanäle geschaffen, über die Sie Ihre Texte und Medien selbst veröffentlichen können und damit einer breiten Leserschaft im Internet zur Verfügung stellen. Es gibt eine Vielzahl von Presseportalen, Themen-, Fach- und Branchenportalen sowie regionalen Portalen, die Pressemitteilungen direkt im Internet veröffentlichen. Viele dieser Portale bieten ihre Dienste sogar kostenlos an.
Presseportale bieten viele Vorteile für die Selbstveröffentlichung im Web. Zum einen liefern sie mehr Reichweite für Ihre Pressemitteilungen. Sie sind eine wichtige Ergänzung zum klassischen Presseverteiler. Über kostenlose Presseportale lassen sich mehr Menschen erreichen und neue Zielgruppen erschließen. Aber auch Ihre bestehende Zielgruppe, sowie Medienkontakte können Sie mit der Keywordsuche in Suchmaschinen über Presseportale finden. Weil diese kontinuierlich mit aktuellen Inhalten beliefert werden, sind sie in der Regel gut in Suchmaschinen wie Google und Co. gelistet. Da viele kostenlose Presseportale Pressearchive haben, sind die veröffentlichten Pressemitteilungen dauerhaft gespeichert und von daher auch langfristig im Internet auffindbar. Eine regelmäßige Veröffentlichung von aktuellen Informationen über kostenlose Presseportale ist deswegen entscheidend, um mehr Reichweite und Sichtbarkeit in den Suchmaschinen zu erreichen.
Die Veröffentlichung von Pressemitteilungen generiert Traffic auf die eigene Website. Sie sorgt für eine Vielzahl an Kontaktpunkten oder Touchpoints, über die die Leser zu Ihrer Website finden. Über Links in den Pressemitteilungen können Sie den interessierten Leser direkt zu Ihrer Homepage leiten.
Es gibt inzwischen eine große Anzahl von kostenlosen Presseportalen, auf denen Pressemitteilungen frei publiziert werden können. Die besten für Ihre Online-PR finden Sie z. B. im Presseportal Report 2015 unter http://angebote.pr-gateway.de/presseportal-report/.
Aber nicht nur Presseportale, sondern auch die Social Media Dienste, wie Social Networks (z. B. Facebook, Twitter, Google+), Business-Netzwerke (z. B. Xing, LinkedIn), Bilder- und Videonetzwerke (z. B. Pinterest, Flickr, YouTube) und Dokumenten-Netzwerke (z. B. Slideshare, Scribd, Issuu) sind effektive Kanäle für die Content-Distribution.
Die große Anzahl an kostenlosen Portalen und Netzwerken bietet auch Künstlern und Selbstständigen mit begrenzten Marketing- und PR-Budgets die Möglichkeit, von einer günstigen Medienpräsenz zu profitieren. Je mehr Portale Sie für die Veröffentlichung Ihrer Inhalte nutzen, desto mehr potenzielle Anlaufstellen generieren Sie für Ihre Zielgruppe.

Effiziente Content Distribution
Die große Anzahl der PR- und Social Media Portale bieten die Möglichkeit, Inhalte in verschiedenen Formaten sehr schnell und kostengünstig über die verschiedenen Kanäle zu verteilen.
Textbeiträge lassen sich besonders gut auf Presse- und Fachportalen, in Experten-Netzwerken und über Dokumenten-Netzwerke verteilen. So schaffen Sie viele mögliche Anlaufstellen für Ihre Zielgruppe.
Bilder, Infografiken und Videos stehen inzwischen bei Google auf den obersten Plätzen der Ergebnislisten. Die Veröffentlichung von Bild- und Videobeiträgen über die verschiedenen Foto- und Video-Netzwerke ist daher eine gute Möglichkeit, mehr Treffer in den Suchergebnissen zu erzielen.
Der Prozess der Distribution lässt sich durch intelligente Online-Dienste und Tools, wie PR-Gateway, Blog2Social und CM-Gateway, automatisieren.
Mit PR-Gateway können Sie unter www.pr-gateway.de Ihre Online-Pressemitteilung an zahlreiche kostenlose Presseportale versenden. Blog2Social sorgt für eine einfache, individuelle und unkomplizierte Verbreitung Ihrer Blogbeiträge in den Social Media. (www.blog2social.de). Und last but not least können Sie mit CM-Gateway (www.cm-gateway.de) Ihre Social Media Posts individuell gestalten und zeitgleich versenden.

Quelle: „Erfolgreiche Online-PR mit Pressemitteilungen und Presseportalen“, © 2015 Melanie Tamblé, Geschäftsführerin ADENION GmbH

Erfolgreiche Pressearbeit als Künstler

Eine Website, die nicht beworben wird, hat keine Besucher. Ein Buch, das niemand kennt, keine Leser. Umso wichtiger also ist es, relevante Zielgruppen auf Interessantes und Neues aufmerksam zu machen.
Mit erfolgreicher Presse- und Öffentlichkeitsarbeit können verschiedene Zielgruppen effektiv und schnell informiert werden. Hier haben sich Online-PR und Pressemitteilungen (PM) als geeignete Werkzeuge etabliert. Meist dienen sie dazu, auf Neuigkeiten hinzuweisen. Sie können von Autoren und Künstlern aber auch für Veranstaltungshinweise oder Buchveröffentlichungen verwendet werden.
Im Zuge der Digitalisierung haben Pressemitteilungen heute eine deutlich größere Bedeutung erlangt. Sie können maßgeblich zu den Themen SEO und SEM und so zu mehr Sichtbarkeit beitragen – vorausgesetzt, sie werden professionell nach allen Regeln der Kunst geschrieben.
Das Ziel ist immer das Gleiche: Größere Aufmerksamkeit – idealerweise mit Unterstützung durch bedeutsame Medien und andere Multiplikatoren. Dabei können allerdings mehrere Wege zum Ziel führen. Zum einen kann man versuchen, regionale und überregionale Tagespresse, Fachzeitschriften, Illustrierte oder Magazine und andere Printmedien direkt anzuschreiben. Der Erfolg ist abhängig vom Thema und von der Relevanz für das Medium, aber auch vom Willen und der Zeit des zuständigen Redakteurs. Gute Chancen hat, wer den Redakteur kennt und persönlich anschreiben kann. Deutlich geringere Chancen haben allgemeine Anschreiben per E-Mail.
Die Entscheidung darüber, ob und in welcher Form eine Pressemitteilung veröffentlicht wird, liegt dabei im Ermessen der Redaktion. Vitamin B kann zwar helfen. Noch besser aber ist, wenn der Inhalt der Pressemitteilung auch dem Leserinteresse entspricht. Gerade bei regionalen Wochenzeitungen, die kostenlos an Haushalte verteilt werden, kann eine gleichzeitige Schaltung von kostenpflichtigen Anzeigen die Bereitschaft des zuständigen Redakteurs erhöhen.
Indirekter, aber mit größerer Reichweite, ist die elektronische Verteilung von Pressemitteilungen. Viele hundert dieser Online-Presseportale gibt es mittlerweile allein in Deutschland. Die meisten davon sind kostenlos, andere kostenpflichtig. Je nach Anbieter, Bedeutung und Reichweite reichen die Preisspannen von 30 bis 300 Euro je veröffentlichter Pressemitteilung.
Besonders interessant sind dabei insbesondere solche Agenturen (z. B. PR-Gateway oder Connektar), die die Pressemitteilung gleichzeitig an 100, 200 oder noch mehr kostenlose Presseportale versenden. Meist ist dies mit nur einem Klick erledigt. Zwar verlangen die Agenturen dafür eine Gebühr. Für die enorme Zeitersparnis sind die etwa 30 Euro aber gut investiert. Oft gibt es auch Pakete mit Kontingenten, die den Preis je Pressemitteilung dann noch einmal senken.
Ob klassisch oder online, an Pressemitteilungen werden gewisse Anforderungen gestellt. Verstößt man gegen die hohen Regeln einer guten Pressemitteilung, wird der Text vom Redakteur nicht nur ignoriert. Es kann sogar sein, dass die Veröffentlichung von den Portalbetreibern abgelehnt wird. Ein Recht auf Veröffentlichung gibt es nicht. Seriöse Betreiber von Presseportalen prüfen die PM durch Redakteure.
Insofern ist die elektronische Verteilung an Presseportale nicht unbedingt einfacher. Im Gegenteil. So muss die Pressemitteilung nicht nur den Anforderungen entsprechen. Sie muss auch den Redakteur ansprechen und prima zu lesen sein.
Doch neben diesen Ausschlusskriterien gibt es weitere, die eine gute PM berücksichtigen sollte. Neben Neuigkeitsgehalt und inhaltlicher Relevanz sollte auch viel Wert auf einen suchmaschinenoptimierten Text gelegt werden. Erst ein ansprechender, flüssiger Text mit den richtigen Schlüsselwörtern in optimaler Keyword-Dichte von etwa drei Prozent kann den Weg für eine erfolgreiche PM ebnen.
Auf jeden Fall sollte eine Pressemitteilung auch Hyperlinks auf die eigene Website enthalten. Hierdurch erhöht sich die Zugriffsrate, was zu einem besseren Ranking bei Google & Co. führt, zumal die PM meist über Jahre aufrufbar bleibt. Da Multiplikatoren auch bei Online-Pressemitteilungen eine Hauptzielgruppe darstellen, sollte für Nachfragen zudem ein Pressekontakt angegeben werden.
Im Internet gibt es viele seriöse Anleitungen, wie man eine gute und effektive Pressemitteilung schreibt.
Der Nachrichtenwert steht dabei immer an erster Stelle – nicht nur für Journalisten, sondern auch für den normalen Leser. Eine Neuveröffentlichung eines Buches oder eine Vernissage ist auf jeden Fall ein aktueller Anlass.
Komplizierter wird es bei der Struktur einer Pressemitteilung. Grundsätzlich ist diese hierarchisch aufgebaut. Die aktuelle Nachricht gehört an den Anfang. Sie ist im Titel und dem sogenannten Lead kurz zusammengefasst. Darunter versteht man den einleitenden Absatz, also die ersten zwei, maximal drei Sätze am Anfang.
Versuchen Sie sich dabei in die Gedanken eines Journalisten zu versetzen. Dieser hat meist kaum Zeit und noch weniger Lust, ellenlange Einleitungen zu lesen, um zum Kern zu kommen.
Im Prinzip gilt daher bei der PM für Überschrift und Einleitung das Gleiche, was auch auf Buchtitel und Klappentext zutrifft. Der Titel soll ansprechen und neugierig machen, der Lead motivieren, weiterzulesen. Hier sollten bereits Antworten auf einige W-Fragen (wer, was, wann, wo, wie) gegeben werden. Diese werden dann im Hauptteil präzisiert und weitere Fragen zum Beispiel nach dem Warum beantwortet.
Bei aller Bedeutung der Pressemitteilung für die Suchmaschinenoptimierung (SEO) sollte diese aber auch für Leser und vor allem Journalisten und Redakteure geschrieben werden. Während normale Leser vielleicht Selbstlob und Übertreibungen noch tolerieren könnten, tun Journalisten das nicht.
Um sich die Chance auf eine weitere Veröffentlichung in anderen Medien nicht zu verbauen, sollten Sie die PM sachlich schreiben. Wertungen, Superlative und nicht überprüfbare Fakten sowie unbelegbare Thesen haben in einer seriösen PM nichts zu suchen.
Vermeiden Sie Fremdwörter, zu lange Sätze sowie passiven oder „substantivistischen“ Stil.
Hauptsachen gehören in Hauptsätze. Die Sätze sollten zudem kurz sein. Machen Sie nach 12 bis 15 Worten einen Punkt. Das gelingt nur, wenn „Füllsel“ wie „jedoch“ oder „durchaus“ und ähnliche konsequent vermieden werden.
Formulieren Sie nicht gespreizt; je einfacher der Text, desto verständlicher.
Wenn Sie diese Empfehlungen befolgen, hat die Pressemitteilung gute Chancen, gelesen zu werden und vielleicht sogar mehr.
Eine Pressemitteilung allein wird aber kaum ausreichen. Effektive Pressearbeit sollte vielmehr ein dauerhafter Part einer langfristigen Marketingstrategie sein. Einmalige Aktionen bringen hier meist nur wenig.

WordPress

Bei der Erstellung von Websites werde ich oft gefragt, welche Software oder welches System ich empfehlen kann. Vor einigen Jahren lautete die Antwort noch: Kommt drauf an …
Heute jedoch ist meine Antwort auf diese Frage eindeutig: WordPress.
WordPress ist eine freie Software zur Erstellung und Verwaltung von Inhalten einer Website (Texte und Bilder). Ursprünglich als sogenanntes Weblog konzipiert, kann WordPress heute längst mit Hilfe externer Plug-Ins in ein vollwertiges und professionelles Content Managementsystem (CMS) verwandelt werden. Jedem Beitrag können zudem frei erstellbare Kategorien zugewiesen werden.
Darüber hinaus bietet das System Leserkommentare mit der Möglichkeit, diese vor der Veröffentlichung erst zu prüfen, sowie eine zentrale Linkverwaltung und ein Management der Benutzerrollen bzw. Benutzerrechte.
WordPress ist freie Software, die unter der GNU General Public License (GPLv2) lizenziert wurde. Dabei legt das System besonderen Wert auf Benutzerfreundlichkeit und leichte Anpassbarkeit.
Die Ähnlichkeit in der Bezeichnung zu bekannten Textverarbeitungssystemen ist dabei wohl nicht ganz zufällig. Denn ähnlich leicht und intuitiv lässt sich auch der Umgang mit WordPress erlernen.
Das fängt schon bei der Installation an, die – wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind – kaum fünf Minuten dauert. Durch den Einsatz von „Themes“ werden Design und Programmkern von WordPress klar voneinander getrennt. So können ganz individuelle Designs entwickelt werden, ohne mit der Programmierung der Software vertraut zu sein.
Ist das Design erst einmal erstellt, besteht keine Gefahr, es beim Schreiben von Beiträgen und Seiteninhalten versehentlich zu verändern oder zu zerstören.
Mit Hilfe von Plug-Ins kann WordPress um diverse Funktionen erweitert werden. Insgesamt sind über den integrierten „Plug-In-Browser“ aktuell mehr als 5000 verschiedene freie Plug-Ins verfügbar. Es gibt beispielsweise solche, die die Suchmaschinen- Optimierung (SEO) der ganzen Website leicht ermöglichen. Ferner gibt es andere, die den eigenen Blog mit Twitter verbinden oder WordPress um eine Shop-Funktion erweitern.
In der Regel braucht man für die eigene Website mit WordPress nur einen Internet-Service Provider wie die Telekom, 1und1 oder dergleichen. Dieser muss nur die Voraussetzungen für WordPress erfüllen, also MySQL-Datenbanken und PHP unterstützen. Eine einfache „Web-Visitenkarte“ oder ähnliches reicht in der Regel meist nicht. Bei vielen Providern wird sogar die Einbindung und Installation erklärt inklusive aller Downloads, etc.
Mehr als ein paar Euro im Monat sollten für die Beantragung einer Domain und die Miete, inklusive Installation auf dem Server des Anbieters, nicht anfallen.
Auch hier ist von Vorteil, dass WordPress bereits viele Millionen Mal eingesetzt wird. Sollte man bei einem Problem mal nicht weiter kommen, gibt es in einem der unzähligen Foren bestimmt Antwort.

Die eigene Website

In den Kapiteln zuvor haben wir kennen gelernt, welche Vorteile die Veröffentlichung bei Amazon & Co bietet und welche mögliche Gefahr besteht. Es gibt Beispiele von Bestseller-Autoren, die ohne großes Brimborium allein durch die Veröffentlichung bei KDP auf die Erfolgsspur kamen.
Andererseits kann man vieles mehr tun, um den Verkauf anzukurbeln und das eigene Werk zu pushen. Einiges haben wir in diesem Buch schon kennengelernt. Viele Portale für Künstler und Autoren bieten meist gegen eine geringe Jahresgebühr ein weiteres wichtiges Marketinginstrument an: die eigene Website. Diese Website-Angebote arbeiten oft mit vordefinierten Templates, die gerade dem Nutzer ohne HTML- geschweige denn Programmierkenntnissen die Arbeit so einfach wie möglich machen sollen.
Dagegen ist nichts einzuwenden. Wer auf Individualität verzichten und mit dem vorgegebenen Layout leben kann, findet in den Lösungen oft ein geeignetes Werkzeug. Gute Anbieter spendieren der Website-Lösung sogar ordentlich PS unter der Haube, wovon der Nutzer ohne besondere Affinität zu dem Thema meist gar nicht viel mitbekommt. Die Stichworte lauten hier Search Engine Optimization (SEO) oder Search Engine Marketing (SEM). Diese beiden Begriffe sind wichtige Schlüssel dafür, dass die Webseite überhaupt von Google indiziert und gefunden werden kann. Das Auffinden wird durch Titel, aber auch durch beschreibenden Text und insbesondere durch Verschlagwortung und Keywords erreicht (s. Kapitel „Verschlagwortung und Keywords“). Einige Website-Lösungen für Autoren und Künstler haben wie gesagt dieses schon implementiert. Alles, was der Nutzer tun muss, sind die entsprechenden Felder für Titel, Beschreibungen und Keywords auszufüllen.
Wem eine Webadresse wie autor.irgendwas.de nicht individuell genug ist oder wer noch mehr herausholen will, braucht eine eigene Website mit eigener Domain, also autorXY.de. Doch damit muss man sich wohl oder übel auch mit dem Thema SEO auseinandersetzen. Eine Webseite, die dieses vernachlässigt, geht im Nirwana des Internets unter.
Wer mit seiner Website ganz vorn dabei sein will, muss eine Ahnung davon haben, wie Google tickt. Für die Sichtbarkeit bei Google ist eine obere Platzierung wichtig, denn meist werden nur die ersten zehn häufig geklickt, ab der zweiten Seite hingegen, also ab Platz 11, sinkt die Klick-Wahrscheinlichkeit bereits auf deutlich unter zehn Prozent. Darüber hinaus lassen sich viele Nutzer von den Google Vorschlägen beim sogenannten „Auto-Vervollständigen“ leiten. Hierunter verbergen sich die am meisten gesuchten Begriffe. Solche, die hier nicht auftauchen, werden auch nur selten gesucht.
Das bedeutet aber nicht, dass nur häufig genannte Begriffe bei den Keywords vorkommen sollten. Im Gegenteil. Wer also ein Buch darüber schreiben möchte, wie man als Künstler mit einem Buch erfolgreich werden kann, sollte die Begriffe Autor, Erfolg / erfolgreich und Künstler eher meiden. Der Grund dafür ist, dass diese als Einzelbegriffe bei Google zu jeweils mindestens 65 Millionen Treffern führen.
Bei diesen Keywords sind die Chancen gering, unter den TOP 10 bei Google zu landen.
Sinnvolle Suchphrasen, die auch als ein Keyword gelten, werden hingegen weit weniger gesucht und bringen es auf entsprechend weniger Suchanfragen pro Monat.
Doch genau in dieser Nische der sogenannten „Long Tail Keywords“ liegt die Chance, mit der Website bei Google ganz vorn zu landen. Dazu gehört nur ein wenig Kreativität und die Fähigkeit, sich in das Denken von Suchenden hineinzuversetzen.
Wichtig dabei ist, dass die Keywords zu dem beschreibenden Text bzw. der Webseite passen, da Google darauf sonst empfindlich reagiert und die Seite beim Ranking abstraft. Zwar ist Google immer noch eine Suchmaschine, jedoch eine „semantische“, das heißt, sie kann Zusammenhänge erkennen.
Zu dieser Semantik gehört auch das Honorieren oder Abstrafen der Keyword-Dichte. Diese liegt idealerweise zwischen 2 und 3 Prozent. Das heißt, der Begriff sollte nicht weniger als zwei- bis dreimal auf 100 Worten vorkommen (dann ist es keines) oder deutlich häufiger (dann wittert Google Manipulation).
Titel und Untertitel zählen dazu. Darüber hinaus sollte der Text aber auch in jedem Fall leserlich und verständlich geschrieben werden. Auch wenn Google beim Verständnis noch Schwächen hat, der Leser hat sie nicht.
„Abstrafungspotenzial“ haben für Google auch Inhalte, die in irgendeiner Art und Weise doppelt erscheinen (Duplicate Content). Das geht sogar so weit, dass Google gleiche Buchbeschreibungen bei Amazon und auf der eigenen Webseite abstrafen könnte.
Bilder auf der Website sollten ebenfalls den Titel schon in der Dateibezeichnung tragen und nicht zum Beispiel mit Bild1 und so weiter durchnummeriert sein.
Google erkennt nämlich Titel und kann sie indizieren. Gleiches gilt für Bildunterschriften.
Gerade für Künstler ist die Bildersuche bei Google ein großer Vorteil!

Marketing für Autoren und Künstler

„Enten legen ihre Eier in aller Stille. Hühner gackern dabei wie verrückt.
Was ist die Folge? Alle Welt isst Hühnereier.“
Henry Ford, amerikanischer Industrieller (1863 – 1947)

Beim Marketing scheiden sich die Geister. Die einen winken ab und konzentrieren sich lieber auf ihr Kerngeschäft, sprich: malen oder schreiben. Andere wiederum wissen nicht so recht, was sie damit anfangen sollen oder setzen den Begriff mit Werbung gleich.
Tatsächlich haben beide eine Schnittmenge, allerdings eine sehr kleine. Der Grundgedanke des Marketings ist die konsequente Ausrichtung der Unternehmensbasis an den Bedürfnissen des Marktes. Heutzutage ist es unerlässlich – gerade in hart umkämpften Märkten – die Bedürfnisse der Kunden in den Fokus des wirtschaftlichen Handelns zu stellen.
Marketing ist also mehr eine unternehmerische Denkhaltung als eine einzelne Maßnahme zum Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen. Eine der größten Herausforderungen beim Marketing ist das Erkennen von Bedarf, Entwicklungen und Trends sowie Bedürfnisverschiebungen. Wer hier erfolgreich ist, ist in der Lage, Wettbewerbsvorteile rechtzeitig zu identifizieren und auszubauen.
Eine fehlende Ausrichtung auf den Markt ist ein Hauptgrund für das Scheitern von Firmen. Doch nicht nur bei kleinen und mittleren Unternehmen ist das Marketing-Verständnis oft wenig ausgeprägt.
Gerade Künstler sind meist „One-Man-Shows“. Wo sich nur eine Person mehr oder weniger um alles selbst kümmern muss, kippt die eine oder andere ungeliebte Tätigkeit manchmal hintenüber.
Während aber Buchhaltung und Steuerfragen eher in die Hände externer Experten gelegt werden können, sollte das Marketing zur Chefsache erklärt werden.
Das soll nicht heißen, dass man alles selber machen muss. Dennoch sollten Künstler zumindest bei der Entwicklung der richtigen Marketingstrategie aktiv mithelfen. Diese dient der Erreichung von Zielen. Sie wird umgesetzt mithilfe der Marketing-Instrumente Produkt-, Leistungs-, Preis-, Kommunikations- und Vertriebspolitik. Und weil die Begriffe im Englischen alle mit dem Buchstaben P (Product, Price, Promotion, Place) anfangen, spricht man bei diesen Marketinginstrumenten auch von den sogenannten 4P.
Auf einige werden wir im Folgenden genauer eingehen. Gleichwohl sollte man sich um das Marketing nicht erst am Ende des Prozesses Gedanken machen. Die Praxis sieht aber leider oft ganz anders aus. Meist sogar erst nach der Veröffentlichung stellt sich für viele Selbstverleger die Frage nach dem Marketing. Das ist ein Fehler. Denn ist das Produkt erst einmal fertig, lässt sich daran im Nachhinein nur noch wenig ändern.
Erfolgversprechender ist, wenn sich das Produkt am Kunden orientiert. Das ist vielleicht das Entscheidende überhaupt.
Im Grunde genommen soll auch dieses Buch dazu verhelfen, schon früh relevante Aspekte des Marketings zu berücksichtigen. Idealerweise beginnt ein Autor damit schon, bevor die erste Zeile geschrieben wurde. Erfolg richtet sich in erster Linie danach, ob es überhaupt einen Markt gibt, wie die Wettbewerbssituation aussieht und ob bzw. wie viel für dieses Produkt gezahlt würde. Beantwortet man alle Fragen negativ, klappt man den Laptop am besten gleich wieder zu. Oder man recherchiert weiter, um die passende Nische zu finden und eine neue Idee zu entwickeln (s. Kapitel in diesem Buch).
Einen besonderen Stellenwert bei den Marketinginstrumenten nehmen für viele die eigene Website sowie eine effektive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ein. Andere sehen in Facebook und Twitter große Chancen.

Wir machen Druck

Einige Druckereien haben sich auf den Druck von großformatigen Leinwand-Kunstwerken spezialisiert, andere auf Broschüren, Flyer und Visitenkarten. Wiederum andere haben sich breiter aufgestellt und können nahezu alles anbieten, was man bedrucken kann.
Die Online-Druckerei „WirmachenDruck“ spricht Künstler und Autoren gleichermaßen an. Zum einen können Kunstwerke auf verschiedene Medien gedruckt werden – von Leinwand auf Keilrahmen über Kalender bis hin zur wandfüllenden Tapete.
Für Autoren und Self-Publisher dürfte hingegen der Buchdruck interessant sein. Wer in der Produkt-Kategorie „Bücher“ stöbert, wird von niedrigen Preisen bereits in Kleinauflagen überrascht sein. Schon ab fünf bis zehn Exemplaren können selbst hochwertige Hardcover-Bücher in Farbe zu konkurrenzfähigen Preisen produziert werden. Das bedeutet realistischer Ladenverkaufspreis abzüglich Herstellungskosten, Buchhändlerrabatt und eigene Autoren-Gewinnmarge.
Allerdings werden standardmäßig nur die gängigen DIN-, nicht aber die klassischen Taschenbuch-Formate angeboten. Wer aber bei Hard- oder Softcover mit der Auswahl von den drei Formaten DIN A4 oder A5 – jeweils im Hoch- oder Querformat – sowie einem quadratischen Format (21 cm x 21 cm) leben kann, wird mit hoher Qualität und einem unschlagbaren Preis belohnt, insbesondere bei Kleinauflagen.
Die Herstellungszeit liegt mit fünf bis sechs Arbeitstagen erfreulich niedrig. Ebenfalls positiv ist der kostenlose Versand an eine beliebige Adresse innerhalb Deutschlands. Auf Wunsch sogar neutral mit der eigenen Adresse als Absender. So können Bestellungen ohne organisatorischen Aufwand zum Beispiel an Buchhändler direkt versendet werden. Das spart nicht nur Kosten, sondern auch viel Zeit. Buchhändler, die Werke in Kommission nehmen, können auf diese Weise schnell mit Nachschub beliefert werden. Darüber hinaus sind selbst in Kleinauflagen ab zehn Exemplaren die Druckkosten so niedrig, dass Buchhändlern sogar übliche Rabatte bei Kauf von 40 oder sogar 50 Prozent gewährt werden können – inklusive guter Gewinnmarge für den Autor. Das ist schon fast wie „Printing-on-Demand“, nur eben für Buchhändler.
Im Kapitel „Lokal erfolgreich“ habe ich bereits ausführlich den Vorteil von Lesungen oder Veranstaltungen in einem lokalen Umfeld wie Buchhandlungen, Büchereien oder gastronomischen Einrichtungen erörtert. Mit einem gedruckten Buch halten Autoren einen sicht- und vorzeigbaren und nicht zuletzt auch zu signierenden Beweis ihrer Arbeit in den Händen.
Aufgrund des günstigen Preises kann eine Lesung zu einer wirtschaftlich sehr erfolgreichen Veranstaltung werden. Nicht zuletzt auch deswegen, weil Kunden direkt am Verkaufsort (Point of Sale) erreicht werden und überdies als wichtige Multiplikatoren fungieren können.
Gleichwohl erweist sich die Erstellung der Druckvorstufe für viele Autoren als scheinbar unüberwindliche Hürde. Zu groß sind die Unterschiede zwischen der gerade noch nachvollziehbaren Welt der Textverarbeitungssysteme am PC und der des professionellen Drucks. Wenn von CMYK und Farbprofilen die Rede ist, verstehen viele nur noch Bahnhof.
Wenn nun Autoren „Drucker-Sprache“ nicht verstehen, ist umso wichtiger, dass der Druck-Partner zumindest den Kunden versteht. So bekommt Kundennähe und Service wie so oft eine ganz besondere Bedeutung.
Was mir neben Preis und Qualität bei „WirmachenDruck“ gefällt, ist der Service, der über den kundenferner Druckereien im Elfenbeinturm hinausgeht. Fragen werden in der Regel zeitnah und kompetent beantwortet.
Dennoch kann es sein, dass gerade Neueinsteiger in der Welt des professionellen Drucks an schwer überwindbare Grenzen stoßen. Wer Unterstützung zum Beispiel bei der Erstellung der Druckdaten benötigt, kann hier sogar ein Layout- und Grafikbüro zu Rate ziehen. Das kostet zwar, aber schont Zeit und Nerven.
Dieser kundenorientierte Service zeigt sich auch bei den Produkten. Wer nicht fündig wird, kann zu jedem Produkt eine Anfrage stellen, die dann – soweit machbar – individuell kalkuliert wird.
Wer sich nicht scheut, ein wenig in die Welt des Drucks einzutauchen, kann überdies noch weiter Kosten sparen – nicht nur bei der Produktion von Büchern oder Kunstwerken auf Leinwand. So sind Druckerzeugnisse zu Werbezwecken wie Visitenkarten, aber auch Flyer und Poster bei Lesungen oft sinnvoll. Werden aber für alle diese Werbemaßnahmen Grafiker für die Erstellung beauftragt, laufen die Kosten schnell aus dem Ruder.
Wer sich auf diesem Gebiet ein gewisses Know-how angeeignet hat, kann hier nicht nur enorm Kosten einsparen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass selbst bestens geplante und organisierte Veranstaltungen oder ein reißender Absatz bei Büchern häufig schnelles Handeln nötig machen. Wer über das entsprechende Wissen verfügt und einen zuverlässigen Druck-Partner hat, kann hier viel schneller und kostengünstiger reagieren.

Buchdruck

„Ein gutes neues Buch ist wie ein frisches wohlriechendes Brot.“
© Paul Schibler (*1930), Schweizer Aphoristiker

Bei allen Chancen, die der globale Buchmarkt bietet, sollten die Möglichkeiten des regionalen oder lokalen Marktes nicht außer Acht gelassen werden. So wie das E-Book in den nächsten Jahren und Jahrzehnten das gedruckte Buch nicht verdrängen wird, so werden auch lokale Buchhändler nicht von der Bildfläche verschwinden. Im Gegenteil. Gerade kreative Buchhändler, die auf Kundennähe und besonderen Service setzen, werden nach wie vor Erfolg haben.
Natürlich wird es immer wieder Bestseller-Autoren geben, deren Werke reißenden Absatz auch im lokalen Buchhandel finden. Doch für die meisten Künstler ist der Weg zum Erfolg eher ein umgekehrter. Wer bei einer Lesung im Buchhandel die Leser begeistert, vergrößert seine Chancen, auch überregional Aufmerksamkeit zu bekommen, ganz erheblich. Die Chancen dafür stehen gut. Nie hatten Buchhändler ein offeneres Ohr für originelle Lesungen und kreative Ideen als heute. Gerade in diesen für Autor und Buchhändler gleichermaßen attraktiven Win-Win-Situationen liegen große Möglichkeiten: Der eine hat das neuartige Buch, der andere die Kontakte zu Lesern und zur lokalen Presse.
Lesungen können darüber hinaus nicht nur in Buchhandlungen veranstaltet werden, sondern auch in Büchereien, auf Messen, in Hochschulen oder gastronomischen Einrichtungen. Lesungen werden dadurch nicht nur in der lokalen Presse Aufmerksamkeit finden und automatisch in den regionalen Medien weiterverbreitet. Sie bieten auch ein spannendes Abendprogramm und somit Unterhaltung für Ihre potentiellen Leser. Diese verbinden mit Ihrem Buch einen netten Abend und erinnern sich gerne daran zurück. Oder sie erzählen ihren Freunden davon, was wiederum kostenlose Werbung für Sie und Ihr Werk bedeutet. Schließlich müssen Sie bekannt werden und sich einen Namen machen, bevor der große Run auf Ihre Lektüre beginnen kann.
Ein weiterer Vorteil von Lesungen besteht darin, dass eingefleischte Lesefreunde eine handgeschriebene und personalisierte Signierung wertschätzen, da diese ein Buch zu etwas Besonderem, zu einem Unikat macht. Außerdem können Sie persönlichen Kontakt zu Ihren Lesern herstellen, Nähe schaffen und eine emotionale Bindung aufbauen, sei es durch Sympathie oder durch eine beeindruckende Veranstaltung.
Für viele Autoren und Künstler ist daher der Wunsch nach etwas Vorzeigbarem verständlich. Allerdings ist die Produktion eines Buches aber immer auch mit Kosten und einem schwer kalkulierbaren Risiko verbunden.
Einige Distributoren kommen diesem Wunsch entgegen und bieten Bestellungen in kleinen Auflagen für den Eigenbedarf an. Dank modernem Digitaldruckverfahren ist dieses möglich. Nicht zuletzt erlaubt dieses Verfahren auch erst die Herstellung auf Wunsch. So werden erst nach Bestellung des Buches die Druckmaschinen angeworfen.
Der Herstellungsprozess ist durchaus beeindruckend. Leider aber auch vergleichsweise teuer. Ein einzelnes Buch kann so vielleicht noch zu konkurrenzfähigen Preisen gedruckt und vertrieben werden. Für eine große Gewinnmarge und eine für Buchhändler akzeptable Provision reicht es aber nicht. So wird sich ein Buchhändler kaum über einen Buchhandelsrabatt von unter 40 Prozent bei Kauf begeistern. Auch bei weniger als 20 Prozent Provision beim Verkauf in Kommission wird sich seine Freude in Grenzen halten.
Mit anderen Worten: Wenn ein Buch im Handel 20 Euro kosten soll, darf es in der Herstellung nicht mehr als acht Euro kosten. Andernfalls hätten entweder Sie als Autor oder der Buchhändler Ihres Vertrauens Tränen in den Augen. Diese Margen wären allerdings nur beim Offset-Druckverfahren in großen Auflagen realisierbar. Einige Offset-Druckereien werfen sogar erst ab einer Auflage von 1.000 oder mehr Exemplaren ihre Maschinen an. Oft dauern dabei die Ein- bzw. Umrüstzeiten der Maschinen länger als der eigentliche Druckvorgang. Aus diesem Grund werden die Preise je Buch umso günstiger, je größer die Auflage ist. Allerdings steigt damit auch das Investitionsrisiko für den Autor. Angenommen, das Buch kostet in einer Auflage von 5.000 nur zwei Euro je Exemplar, dann multiplizieren sich die Produktionskosten bereits auf 10.000 Euro. Wird dem Buchhandel ein Rabatt von 40 Prozent gewährt, bleiben für den Autor abzüglich der Druckkosten 10 Euro übrig. Es müssen also 1.000 Exemplare des Buches verkauft werden, um zumindest die Investition wieder einzuspielen. Nun ist der Verkauf von 1.000 Exemplaren eines Buches in einem regionalen Markt zwar nicht unmöglich, aber auch nicht einfach. Wer also die Investitionen oder das Risiko scheut oder nachts ruhig schlafen möchte, sucht nach Alternativen.
Wer zum Beispiel bei BoD sein Buch veröffentlicht, kann für den eigenen Bedarf vergünstigte Exemplare bestellen. Auch hier gilt, je mehr Exemplare, desto günstiger. Allerdings reicht hier eine Bestellung von 200 Exemplaren zum bestmöglichen Preis gerade so für attraktive Buchhandelsrabatte bei gleichzeitig akzeptabler Eigenmarge.
Für Autor und Buchhändler richtig interessant wird es, wenn die Verdienstmöglichkeiten größer werden. Diese entscheiden nicht zuletzt auch darüber, wie sehr sich der Buchhändler Ihres Vertrauens bei seinen Kunden für Ihr Werk ins Zeug legt.
Createspace bietet ebenfalls die Möglichkeit, Bücher für den Eigenbedarf zu bestellen. Allerdings sind hier die Versandkosten unverhältnismäßig teuer, sodass die Verdienstmöglichkeiten kaum über denen von BoD liegen. Darüber hinaus ist die Amazon-Tochter Createspace oft beim Buchhändler nicht gern gesehen.
Was bleibt, sind die unzähligen Online-Druckereien, die sich gegenseitig mit Versprechen für besten Preis, beste Qualität oder besten Service überbieten. Hier den richtigen Partner herauszufinden, gleicht der Suche nach der sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen. So können bei weitem nicht alle Anbieter Bücher zu konkurrenzfähigen Preisen herstellen, schon gar nicht in Kleinauflagen in tadelloser Qualität und akzeptabler Zeit. Doch es gibt Ausnahmen, die den anderen gehörig Druck machen.

XinXii

Der dritte empfehlenswerte Distributor, den ich gern vorstellen möchte, ist XinXii. Klingt chinesisch und ist es auch, zumindest vom Ursprung her. Der Name „XinXii“ ist abgeleitet vom Chinesischen xìnxī und bedeutet so viel wie Information. Davon findet man auf der sehr ansprechenden Seite auch gleich eine ganz Menge. Das war es dann aber auch schon mit dem Bezug zu China.
Der Sitz des Unternehmens ist in Berlin. XinXii war die erste Plattform ihrer Art im deutschen Sprachraum und ist mittlerweile führend in Europa. Herstellung und Vertrieb gedruckter Bücher werden zwar nicht angeboten. Dafür ist der Service was E-Books betrifft herausragend. Die digitale Self-Publishing Plattform ist in acht Sprachen und drei Währungen nutzbar.
Die internationale Ausrichtung ist auch zugleich einer der Schwerpunkte dieses Anbieters. Auf XinXii kann jeder seine selbst geschriebenen Texte hochladen und auf der eigenen Autorenseite verkaufen.
Als sogenannter Aggregator distribuiert XinXii dabei auf Wunsch auch die elektronischen Bücher zusätzlich an international führende E-Book-Shops, z. B. Amazon, iBookstore, Kobo.
Verlag-unabhängige Autoren und Selbstverleger profitieren dabei nicht nur von einem globalen Provisionsmodell, sondern auch von einem „Alles-aus-einer-Hand“-Konzept. Mit nur einem einzigen Konto kann jeder Autor sein Werk bei XinXii in verschiedenen Sprachen, mehreren Formaten, unter verschiedenen Pseudonymen und in vielen E-Book-Shops gleichzeitig veröffentlichen und jederzeit ändern.
Alle Einträge und Änderungen sind sofort online. Gleiches gilt für Verkaufsstatistiken in Echtzeit.
Dabei bleiben Self-Publisher und Indie-Autoren unabhängig. Alle Rechte verbleiben beim Autor, eine Bindung über Autorenverträge gibt es nicht. Größtmögliche Freiheit herrscht auch bei der Anlieferung von Dateien für die Konvertierung ins ePub- bzw. mobi-Format. Hier werden gleich 16 verschiedene Dateiformate akzeptiert, darunter unter anderem doc (MS Word), epub (E-Book Reader), mobi (Mobipocket / Kindle), odt (OpenOffice), pdf (Adobe PDF), ppt (MS Office Powerpoint), rtf (Rich Text Format) und einige mehr. Für eine Distribution werden E-Books auf Wunsch kostenfrei ins ePub- und mobi-Format konvertiert.
Prinzipiell hat der Kunde bei XinXii die Auswahl zwischen drei Publikations-Paketen, wobei „Basic“ nur den Verkauf des Werkes auf XinXii zulässt.
Für viele Autoren noch interessanter dürften aber die Pakete „XinXii Plus“ und „XinXii Power“ sein. Diese sind für alle E-Books aus dem Genre Belletristik ebenfalls kostenlos. Für alle anderen Genres sind sie für eine einmalige Bearbeitungsgebühr in Höhe von 9,99 Euro erhältlich. Was auf den ersten Blick vielleicht etwas verwirrend ist, ergibt auf den zweiten durchaus Sinn. Die meisten Fach- und Sachbücher sind meist deutlich aufwendiger im Layout und enthalten oftmals viele Abbildungen, Grafiken oder Illustrationen. Die Konvertierung dieser E-Books bedeutet erhöhten Aufwand. Allerdings kann man die Bearbeitungsgebühr umgehen, wenn das E-Book als validierte ePub-Datei angeliefert wird.
Für die internationale Distribution wird die ISBN von XinXii ins Impressum eingefügt. Neben der Veröffentlichung inklusive ISBN erfolgt hier auch die Lieferung des Pflichtexemplars an die Deutsche Nationalbibliothek (DNB). Bei diesem Paket tritt die GD Publishing Ltd. & Co. KG dann als Verlag auf. Die ISBN bzw. die Rechte an der ISBN gehören somit nicht dem Autor, sondern in diesem Fall dem Verlag.
Das ist allerdings üblich und bei anderen Distributoren auch nicht anders. Dafür kann das E-Book dann aber auf einer Vielzahl von Plattformen erworben werden. Die Distributionskanäle auf XinXii präsentieren sich hierbei als eine Art Who-is-Who der weltweit führenden E-Book-Shops. Von den Marktriesen wie Amazon Kindle, alle 51 iBookstores, Google play bis zum Online-Shop von Barnes & Noble BN.com sind hier alle aufgeführt. Selbstverständlich auch alle für den deutschen Markt relevanten wie Thalia, buecher.de oder buch.de.
Den Preis für sein E-Book legt der Autor selbst fest. Der Verdienst ist abhängig von den belieferten Shops und vom Buchpreis. So erhält der Autor 70 Prozent des Nettoverkaufspreises bei elektronischen Büchern ab 1,99 Euro und 40 Prozent bei einem Verkaufspreis zwischen 0,99 Euro und 1,98 Euro. Die genaue Aufstellung der Provisionssätze ist vom jeweiligen Distributionspartner abhängig und kann im XinXii-Nutzerkonto eingesehen werden.
Wie auch bei anderen Distributoren üblich, verdient XinXii also am Verkauf. Ein großer Vorteil hingegen ist, dass man als Autor Shops von der Distribution ausklammern kann. Self-Publisher können einfach ankreuzen, auf welchen Shops das E-Book verkauft werden soll. Wer für den größtmöglichen Gewinn zum Beispiel den Amazon Kindle Shop selbst bedienen möchte, kann das ohne Probleme tun, da die Shops nicht automatisch beliefert werden.
Exzellente Unterstützung bieten auch die sehr informativen Hilfe- bzw. FAQ-Seiten auf der Homepage. Hier gibt es nicht nur Vorlagen, sondern auch PDF-Dateien mit umfangreichen Anleitungen und wertvollen Tipps zum Download, die ich allen Self-Publishern nur wärmstens empfehlen kann. Sollten dennoch Fragen unbeantwortet bleiben, können Experten im Forum befragt oder eine individuelle Anfrage gestellt werden, die in der Regel zeitnah und umfassend beantwortet wird.

Createspace

Wer KDP kennt, hat wahrscheinlich auch schon von Createspace gehört. Ebenfalls zum Amazon-Verbund gehörend, bietet das Unternehmen nicht nur Lösungen für Autoren und Self-Publisher. Seit 2009 ist Createspace auch beliebte Anlaufstelle für Filmstudios, Filmemacher, Musiker und Musiklabels.
Createspace ist keine Konkurrenz im eigenen Haus zu KDP, sondern eine Ergänzung. Vereinfacht ausgedrückt ist Createspace die Printing-on-Demand Schwester von KDP. Wer also zu seinem E-Book mit Kindle-Desktop-Publishing (KDP) auch ein gedrucktes Buch „nach Bedarf“ von Amazon möchte, ist hier an der richtigen Adresse.
Was nach Arbeits- und Prozesserleichterung für Self-Publisher klingt, erweist sich in der Praxis aber leider als nicht ganz so harmonisch wie erhofft. Beide Amazon-Services kommen zwar aus einem Stall. Die beiden Zugpferde muss man aber erst zur Zusammenarbeit überreden. Zwar gibt es keine „Stutenbissigkeit“. Wer aber beim Publikationsprozess irgendwo auf ein Häkchen „auch als gedrucktes bzw. E-Book veröffentlichen“ hofft, wird enttäuscht. Zwar wird man bei KDP bei der Veröffentlichung gefragt, ob auch ein Createspace-Buch bereits veranlasst wurde, mehr aber auch nicht. Umgekehrt verhält es sich kaum anders. Wer zuerst ein gedrucktes Buch bei Createspace in Angriff nimmt, kann den Service zur E-Book-Erstellung in Anspruch nehmen. Dieser allerdings kostet zwischen 79 und 139 US-Dollar.
KDP akzeptiert für die Umwandlung ins E-Book-Format auch Word- oder OpenOffice-Dateien ohne Zusatzkosten. Aber auch bezüglich der Nutzerfreundlichkeit gibt es Unterschiede – gerade für deutsche Kunden. So gibt es bis auf die sehr allgemein gehaltene Startseite bei Createspace keine deutschen Seiten. Wer also bei Createspace ein gedrucktes Buch veröffentlichen will, sollte zumindest Schulenglisch sprechen oder jemanden kennen, der Englisch spricht. Viele Hilfen und Infos zu Spezifikationen etwa zur Erstellung gibt es ebenfalls nur auf Englisch. Dafür erleichtert zum Beispiel der „Cover Creator“ die Erstellung eines Buchcovers schon. Wunder braucht man aber nicht zu erwarten. Auch hier kann man Profis ans Werk lassen, die allerdings für die Cover-Erstellung zwischen knapp vierhundert und 600 US-Dollar verlangen.
Lässt man sich durch die vielen Spezifikationen in englischer Sprache nicht abschrecken, kann man sein Buch kostenlos veröffentlichen. Darüber hinaus sind diese im Prinzip aber auch nicht komplexer als bei anderen Distributoren.
Komplizierter wird es da schon bei den Druckoptionen. Self-Publisher aus Deutschland werden hier schnell feststellen, dass US-Amerikaner in anderen Dimensionen denken. Zwar sind neben Inches auch metrische Angaben aufgeführt. Die Buchformate entsprechen aber nur annähernd denen, die wir aus Deutschland gewöhnt sind. Gleichwohl wird man unter den verschiedenen Formaten wohl eines finden, das den eigenen Vorstellungen nahe kommt.
Farbseiten sind ebenfalls möglich. Allerdings nicht in allen Formaten. Auch gibt es kaum unterschiedliche Papierqualitäten oder die Möglichkeit, ein Hardcover drucken zu lassen.
Spannender werden da schon die beiden nächsten Auswahlfelder im Menü. Unter „Distribution“ erfährt man, dass es zwei Arten der Verteilung gibt, die Standard- bzw. die erweiterte Distribution.
Bei der Standard-Distribution wird das Buch über amazon.com, über Amazon Europa und auch über den Createspace-Shop verkauft. Im Prinzip werden also die Amazon-Shops in den verschiedenen Ländern abgedeckt, darunter natürlich auch amazon.de.
Um auch im Buchhandel bestellbar bzw. in Bibliotheken erhältlich zu sein, gibt es die erweiterte (expanded) Distribution. Hierfür brauchen die Bücher dann auch eine ISBN – entweder eine eigene zuvor erworbene oder eine (kostenlos) von Createspace zugewiesene.
Klingt nach optimaler Lösung, ist aber auf den zweiten Blick viel komplexer. So sind leider Createspace-Bücher auch mit (Createspace eigener) ISBN im stationären deutschen Buchhandel nicht bestellbar. Der zweite Nachteil liegt in höheren Kosten bzw. Listenpreisen.
Das für viele Selbstverleger spannendste Thema findet sich unter dem Menüpunkt „Royalties“.
Königlich sind die Verdienstmöglichkeiten zwar nicht, aber deutlich höher als bei anderen. So verdient man zum Beispiel an einem Standard-Taschenbuch mit 300 Seiten für € 9,99 beim Verkauf über Amazon.de fast doppelt so viel am Buch wie bei BoD, nämlich € 1,79.
Möchte man sein Buch über die „erweiterte Distribution“ aber auch z. B. im stationären (amerikanischen) Buchhandel verkaufen, reicht ein Verkaufspreis von € 9,99 hingegen nicht, da man hier nur etwa 3 Cent verdienen würde.
Die Schere beim Preis zwischen BoD und Createspace geht bei farbigen Büchern noch weiter auseinander. Ein Softcover-Buch im quadratischen Format von 21 x 21 cm gilt bei BoD bereits als Großformat. Bei einem Buch mit 100 Farbseiten Umfang empfiehlt BoD einen Verkaufspreis von € 36,99 für eine Marge von € 3,66 netto (10,6 Prozent). Selbst bei nur 50 Farb- und 50 Schwarz-Weiß-Seiten sinkt die Empfehlung nicht unter € 23,99 für eine Marge von € 2,35 netto (entsprechend 10,5 Prozent).
Bei Createspace gibt es generell nur die Entscheidung zwischen farbig oder schwarz-weiß. Wer auch nur eine einzige farbige Abbildung im Innenteil wünscht, muss sich für Farbigkeit entscheiden. Dafür sind diese Bücher dann auch nicht viel teurer in der Herstellung. Ein Buch mit 100 Farbseiten im vergleichbaren Format 8,5 Zoll x 8,5 Zoll und einem Verkaufspreis von € 23,99 würde beim Verkauf über Amazon.de schon einen Verdienst von € 7,79 bedeuten. Selbst bei der „erweiterten Distribution“ würde der Verkauf über den stationären Buchhandel z. B. bei Barnes & Noble dann einen Verdienst von noch etwa € 2,60 entsprechen.
Obwohl die Verdienstmöglichkeiten bei gedruckten Büchern recht hoch sind, bietet sich Createspace ausschließlich für einen Vertrieb der eigenen Bücher außerhalb Deutschlands an, da sie hier im stationären Buchhandel wie gesagt nicht bestellbar sind.
Wer allerdings auf den deutschen stationären Buchhandel verzichten kann oder möchte, findet in Createspace eine günstige Möglichkeit für den Vertrieb gedruckter Bücher.
Auch die Bestellung für den Eigenbedarf ist möglich. Die geringen Kosten bei Druck und Herstellung werden allerdings wieder erhöht durch die hohen Versandkosten. So kostet der Druck von 100 Büchern im o.g. Beispiel 785,00 US-Dollar. Der Versand schlägt aber noch einmal mit mindestens 112,99 US-Dollar zu Buche – bei einer Lieferzeit von 32 Tagen.
Solange müssen Kunden, die das Buch im Shop bestellen, natürlich nicht warten. Das braucht man bei Bestellung für den Eigenbedarf auch nicht unbedingt, kostet aber extra. Möchte man die Bücher schneller, so geht das auch in nur zwei Tagen. Dann werden sie nicht in den USA, sondern in Leipzig gedruckt und Versandkosten von 149,99 USD berechnet. Addiert man aber die Produktions- und Versandkosten, hat Createspace gegenüber BoD auch hier die deutlich niedrigeren Preise.

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