Ostseeinsel Usedom

Ostseeinsel Usedom

ART WALK Ostseeinsel Usedom erschienen

Der ART WALK Ostseeinsel Usedom ist erschienen. Dieser künstlerische Spaziergang setzt die neue Buchserie mit beeindruckend gesunden Streifzügen in Wort und Bild von Ralph Kähne fort. Neben vielen Infos über die Insel, Bewegung und Gesundheit zeigt das Buch auch 38 impressionistische Motive, die als Kunstwerke erhältlich sind.

Usedom_CoverUsedom – da denken die meisten Urlauber an Erholung, Sonne, Strand und Ostsee …

Tatsächlich ist der bis zu 70 Meter breite und 40 Kilometer lange feine Sandstrand einer der schönsten der Ostsee.

Für viele ist die zweitgrößte Insel Deutschlands eine der beliebtesten Urlaubsregionen überhaupt.

Vielleicht auch, weil auf Usedom mit durchschnittlich 1906 Sonnenstunden im Jahr die Sonne öfter scheint als sonst irgendwo in Deutschland.

Doch Usedom ist viel mehr als nur blauer Himmel, Strand und Meer. Kaum eine andere Urlaubsregion ist so vielfältig und reich an Natur. Abseits der touristischen Hauptwege an Strand und Meer kann man ein natürliches und beeindruckendes Usedom erleben. Gerade für Menschen, die sich aktiv erholen wollen, bietet Usedom ideale Bedingungen für einprägende Naturerlebnisse. Kaum irgendwo lassen sich so viele verschiedene Landschaftsformen auf engstem Raum finden wie hier. Allen voran die 14 Schutzgebiete des Naturparks Insel Usedom, die entdeckt werden wollen.

Am Besten begegnet man der Insel zu Fuß, findet Ralph Kähne, Autor und Künstler aus Wandlitz bei Berlin. Sein jetzt veröffentlichter ART WALK Ostseeinsel Usedom ist bereits der vierte Band mit „beeindruckend gesunden Streifzügen in Wort und Bild“.

Anders als bei den bisher erschienenen Bänden führt der Autor den Leser dieses Mal auf mehreren immer mindestens 10.000 Schritten langen Streifzügen über nahezu die ganze Insel. Neben einigen Strand-Spaziergängen stehen dabei insbesondere das Hinterland sowie einige der schönsten Naturschutzgebiete im Fokus.

Neben Strand und Meer begeistert Usedom vor allem mit viel Natur und Schönheit in alltäglichen Dingen“, ist Kähne überzeugt. Der Buchautor und Künstler ist aber nicht nur von der Schönheit der Ostseeinsel begeistert. Für den Biologen und Fachmann für Gesundheits-Kommunikation ist die Sonneninsel auch zur Gesundheitsinsel geworden. „Wer Usedom erwandert, kann ganz nebenbei viel für die eigene körperliche und geistige Gesundheit tun.“

Mit dem Buch sowie der Buchserie verfolgt Kähne das Ziel, Menschen über Kunst und Schönheit für mehr gesunde Bewegung zu begeistern. So bieten die ART WALKS über die Insel nicht nur interessante Details zu den Etappen sondern auch viele Infos zu Bewegung, Gesundheit, Glück und innerer Zufriedenheit.

Die Motivation, Usedom zu Fuß zu entdecken, soll zudem mit beeindruckenden Bildern von den schönsten Eindrücken entlang der Strecken gesteigert werden. Genau diese Kombination aus „farbenfrohen Usedom-Botschaftern“, Usedom erleben, gesunder Bewegung, Kultur und Kunst macht die Buchserie so einzigartig – und für Urlauber und Tagestouristen gleichermaßen attraktiv.

Alle 38 Motive des ART WALKS sind als impressionistische Kunstwerke auf der Website des Autors in hunderten Formaten und tausenden von Ausführungen verfügbar – von Acryl über Leinwand auf Keilrahmen und Poster bis hin zur Kaffeetasse, Kopfkissen, Quarz-Uhr oder großflächigen Wandtapete. So entstehen ganz individuelle Kunstwerke und Usedom-Souvenirs, die sich als originelle Geschenke oder Dekoration fürs Büro oder Wohnzimmer gleichermaßen perfekt eignen.

Neben den exklusiven Motiven des ART WALKS Ostseeinsel Usedom findet sich in dem Online-Shop zudem eine der größten Bilddatenbanken mit Usedom-Motiven bekannter und weniger bekannter Künstler und Fotografen.

Der ART WALK Ostseeinsel Usedom ist ab sofort als Hardcover (ISBN: 978-3-7347-6051-8) sowie als Ebook im Buchhandel erhältlich.

Weitere Informationen zu den Büchern, aktuelle Infos und einen Weblog gibt es unter http://www.artwalks.de.

Die Kunstwerke mit Usedom Motiven sind unter www.artwalks.de/usedom verfügbar.

ART WALK Ostseeinsel Usedom

Vorwort

„Ich liebe Usedom“.
Auf der zweitgrößten Ostseeinsel sieht man den blauen Aufkleber mit der Welle und den zwei Herzen öfter. Aber hier, an einem Fenster in einer Berliner S-Bahn? Obwohl, so überraschend ist das nun auch wieder nicht. Schließlich gilt Usedom seit gut 100 Jahren als „Badewanne Berlins“.
Usedom – da denken viele Urlauber an Baden, Sonne, Strand und Ostsee … Tatsächlich ist der bis zu 70 Meter breite und 40 Kilometer lange feine Sandstrand scheinbar endlos. Für viele ist die Insel eine der schönsten der Ostsee. Vielleicht auch, weil hier so oft die Sonne scheint. Mit durchschnittlich 1906 Sonnenstunden im Jahr ist Usedom in der Tat die sonnenreichste Gegend Deutschlands – daher der Name „Sonneninsel“.
Doch Usedom ist viel mehr als nur blauer Himmel, Strand und Meer. Gerade für Menschen, die sich aktiv erholen wollen, bietet die Ostseeinsel ideale Bedingungen für einprägende Naturerlebnisse. Abseits vom bunten Treiben an Strand und Seepromenade warten idyllische Natur und 14 Schutzgebiete des Naturparks Insel Usedom darauf, entdeckt zu werden. Kaum irgendwo lassen sich so viele verschiedene Landschaftsformen auf engstem Raum finden wie hier: Ostseestrand und Binnenküste, Seen und Moore, Buchenwälder und Dünenkiefern fügen sich mit kleinen Dörfern in einer alten Kulturlandschaft zu einem Mosaik, das durch seine Vielfalt überrascht.

Der Wanderer muss nicht nur den Weg,
sondern auch den Horizont dahinter sehen.

Kemal Atatürk (1881 – 1938)

Für meine Frau und mich ist Usedom auch zur Gesundheitsinsel geworden. Während unseres ersten Urlaubs vor fast 20 Jahren wurden wir mit dem „Wander-Virus“ infiziert. Seit dieser Zeit haben wir die Schönheit und Einzigartigkeit Usedoms auf unzähligen Wanderungen über die gesamte Insel genossen. Und obwohl wir heute vielleicht sogar zu den Usedom-Kennern zählen, überrascht uns die Insel immer wieder aufs Neue. Denn keine Wanderung ist jemals gleich. Es sind oftmals die kleinen Details, die eine Wanderung bereichern: Der vorbei fliegende Schmetterling oder ein Kormoran, der auf einem Ast die wärmenden Strahlen der Sonne genießt. Landschaften, die man bei der schnellen Fahrt im Auto oder Zug nur flüchtig vorbeifliegen sieht, prägen sich ganz anders und viel intensiver in die Erinnerung ein, wenn man ihnen zu Fuß begegnet.

Wandern gibt mehr Verstand als hinterm Ofen sitzen.

Philippus Theophrastus Paracelsus (1493 – 1541)

Womöglich liegt hierin auch ein Grund, warum das Wandern in den letzten Jahren einen so positiven Imagewandel erfahren hat. Statt spazieren gehen ist heute Landschaftsgenuss, statt stumm vor sich hin trotten, Erlebniswandern angesagt. Die dominierenden Motive heißen Natur genießen, Wohlfühlen und Loslassen.
Und das gelingt auf Usedom womöglich besser als sonst irgendwo. Probleme werden beim Anblick grenzenloser Weite kleiner. Stress verschwindet nach ein paar Stunden ganz von alleine.
Bei so viel einzigartiger Natur und Schönheit schlägt auch mein Künstler-Herz höher. Heute genießen wir die Insel auf künstlerischen Wanderungen mehr als je zuvor. Oder besser gesagt:
Wir verlieben uns jedes Jahr neu in die Gesundheitsinsel Usedom.
Dieser ART WALK führt Sie auf verschiedenen Touren über nahezu die gesamte Insel.
Die schönsten Motive dieser beeindruckend gesunden Streifzüge zu den schönsten Orten finden Sie in diesem Buch als impressionistische Kunstwerke – angereichert mit vielen Informationen.
Ich würde mich freuen, wenn ich Ihnen auch mit diesem ART WALK über eine der schönsten Inseln Deutschlands zu mehr Bewegung und Zufriedenheit verhelfen könnte.

Ralph Kähne

Veränderungen

Es mag eigenartig klingen, aber manchmal hat eine Krankheit auch ihr Gutes. So war die schwere Herzerkrankung unseres Künstler-Kollegen für uns alle zunächst einmal ein Schock. Besonders natürlich für den Betroffenen, seine Frau und Familie. Aber auch wir hatten daran zu knabbern. Schließlich hatte unser Freund fünf Bypass-Operationen über sich ergehen lassen müssen. Eine Woche lag er auf der Intensivstation. Nach Angaben seiner Ärzte war er dem Tod wohl nur mit knapper Not entkommen.
Heute aber, nur wenige Monate nach seiner schweren Erkrankung, saß er wieder an unserem Stammtisch. Allerdings nicht mehr der Mensch, den wir seit Jahren kannten. Mehr als 15 Kilo an Gewicht hatte er in den letzten Monaten verloren. An seinem Gesicht konnte man es sofort erkennen. Es war deutlich schmaler. Der Anblick war zunächst ungewohnt. Doch die Unsicherheit währte nur kurz. Schnell erkannten wir, dass er sich nicht nur prächtig erholt hatte. Er fühlte sich auch viel fitter als in den vielen Jahren zuvor. Abgesehen davon hatte er wieder Spaß am Leben und Freude an der Bewegung entdeckt. Sein nächster Urlaub sollte sogar ein Wanderurlaub mit der ganzen Familie auf der Ostseeinsel Usedom sein. Undenkbar noch vor einem Jahr. Der Urlaub war längst gebucht, die Vorfreude groß. Nächste Woche sollte es losgehen; die Koffer waren schon gepackt.
Hoffentlich hat er noch etwas Platz gelassen, dachte ich. Denn ein kleines Präsent für den Urlaub wollte ich ihm heute mitgeben. Gerade gestern wurde mein neues Buch druckfrisch geliefert. Der ART WALK Ostseeinsel Usedom bildete schon den vierten Band der neuen Buchserie.

Es gibt keine Handlung, für die niemand verantwortlich wäre.

Otto Eduard Leopold Fürst von Bismarck (1815 – 1898)

Na, der wird Augen machen, dachte ich voller Vorfreude. Schließlich war unser Kollege letztlich mitverantwortlich dafür, dass es die Buchserie mit den beeindruckend gesunden Streifzügen in Wort und Bild überhaupt gab. Der erste Band war nicht mehr als ein Versuchsballon, unserem erkrankten Freund und Künstler-Kollegen zu mehr Bewegung und Gesundheit zu verhelfen. Wer hätte gedacht, dass dieser Ballon in dem Krankenhaus auch zu den Ärzten, Patienten und sogar deren Angehörigen schwebte. So waren es Freunde von Patienten, die mir die Idee zum zweiten Band, dem ART WALK Berlin-Spandau, einimpften.
Heute gehörte viel Bewegung zusammen mit seiner Frau sowie eine ausgewogene Ernährung zum Leben unseres Freundes dazu. Nach eigenen Aussagen fühlte er sich nicht nur viel besser sondern auch deutlich zufriedener und glücklicher.
Letztlich hatte sogar unser Künstler-Stammtisch von seiner Erkrankung profitiert, wurde mir bewusst. Früher philosophierten wir eher selten tiefgründig über innere Zufriedenheit und Glück. Ich dachte an die Liste mit Faktoren zum Glücklichsein, die wir vor einiger Zeit aufgestellt hatten. Seitdem verging nicht ein Treffen, wo wir uns nicht zumindest mit einem dieser Aspekte genauer befassten.

Wer selbstlos ist, hat Zeit zu allen Stunden.

Tang Hsiän Dsu (1550 – 1617)

Ja, auch unsere Gruppe, unser Stammtisch hatte sich zum Guten verändert. Das zeigte sich nicht nur in der Themenvielfalt. Wir hatten uns weiter entwickelt. Der Dank für die Unterstützung in der Not unseres wieder genesenen Freundes hatte uns nicht nur tief berührt. Vielleicht hatte er uns sogar verwandelt. Wir hatten erfahren, wie glücklich es machen kann, selbstlos anderen Menschen zu helfen. Vielleicht gab es in vielen Künstlern sogar so etwas wie eine altruistische Gen-Sequenz, die aktiviert wurde …
Ich musste schmunzeln. Ja, auch ich hatte mich verändert, wurde mir klar. Zwar wurde ich immer noch wegen meines früheren Berufs manchmal „der Autor“ oder „der Biologe“ genannt. Früher vermutete ich darin oft eine Geringschätzung. Ich befürchtete, nicht als Künstler ernst genommen zu werden. Heute bin ich stolz darauf, genau das zu sein: Autor, Biologe und Künstler. Genau diese früheren und heutigen Berufe sind es, die ich zu etwas Neuem zusammengefügt habe.

Eine Veränderung bewirkt stets eine weitere Veränderung.

Niccoló Machiavelli (1469 – 1527)

Genauso wie ich in den gesunden Streifzügen versuche, die Kunst und Schönheit in alltäglichen Dingen mit Freude an Bewegung, Gesundheit, Familie, Kunst und Kultur zu kombinieren. Ohne meine früheren Berufe als Biologe und Journalist in einem Pharma-Konzern würde es heute keine ART WALKs geben.
„Was schmunzelst du denn so vor dich hin?“, unterbrach ein Freund meine Gedanken. „Du führst doch wieder was im Schilde, oder?“
Wir hatten uns wirklich verändert. Zwar waren wir vor der Krankheit unseres Kollegen auch schon gute Bekannte. Doch jetzt waren wir zu Freunden geworden. Gemeinsam hatten wir nicht nur über den Sinn des Lebens nachgedacht und persönliche Glücksfaktoren definiert. Wir sprachen auch viel darüber, was uns traurig macht und uns verletzt. Noch vor wenigen Monaten suchten wir am Stammtisch vor allem eines: Ablenkung und Zerstreuung. Meist waren wir mit unseren eigenen kleinen Dingen beschäftigt. Seit dem Schicksalsschlag unseres Freundes aber hatten wir uns weiterentwickelt. Dazu gehörte auch, über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen. Wenn einem von uns der Schuh drückte, ging das auch die anderen etwas an. Vielleicht konnte einer helfen oder einen Rat geben. Doch nicht nur Sorgen konnten gemeinsam leichter ertragen werden. Freude war bekanntlich das Einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt.

Der Vogel, der einen Ballon sieht, sagt sich womöglich:
Ich möchte fliegen können wie er, ohne Flügel.
Und das ist dann Fortschritt.
Jules Renard (1864 – 1910)

„Freust du dich schon auf den Usedom-Urlaub?“, fragte ich stattdessen.
„Und wie! Ich kann es gar nicht abwarten, meinen neuen Schrittzähler auszuprobieren!“, strahlte er über das ganze Gesicht und zeigte stolz auf sein Handgelenk.
„Trägt man den nicht eigentlich am Gürtel?“, fragte ein Kollege interessiert.
„Früher mal“, lächelte er amüsiert. „Heute trägt man ein Fitnessarmband! Das zählt nicht nur die Schritte, sondern auch die Weglänge, die Tages-, Wochen- und Monatskilometer. Darüber hinaus errechnet es die verbrauchten Kalorien und überwacht deinen Schlaf. Die Funktion „Motivationshelfer“ ermahnt dich auf Wunsch sogar, falls du ggf. dein Tagesziel noch nicht erreicht hast.“
Staunend blickten wir auf das kleine Gerät am Handgelenk unseres nicht mehr ganz so jungen Kollegen. Bevor wir etwas entgegnen konnten, fuhr er fort. „Das richtig Tolle ist aber, dass ich die Parameter mittels Bluetooth auf mein iPhone oder Android Smartphone übertragen, grafisch auswerten und via Facebook und Co. mit anderen sharen kann, was viele echt liken!“
Die letzten Worte gingen in einem Prusten unter. Wir lachten bis uns schwarz vor Augen wurde. Als wir uns wieder halbwegs beruhigt hatten, setzte er noch einen drauf.

Lachen macht gesund.

Aus China

„Was ich aber echt krass finde ist, dass es auch Wechselarmbänder in neongrün, magenta und pink gibt. Ich finde, das passt hervorragend zu meiner Haarfarbe friedhofsblond!“
Ich weiß nicht, ob viel gefehlt hat zum Hausverbot. Wir durften bleiben. Vielleicht auch, weil die junge Kellnerin selten so fröhliche Mittelalte getroffen hatte, die so herzlich lachten – ganz ohne Alkohol.
Nach einer Weile fand auch unser Freund seine Sprache wieder. „Nee, jetzt mal Spaß beiseite. Eigentlich wäre ich mit einem ganz normalen Schrittzähler mehr als zufrieden. Aber mein Sohn meinte wohl, ich könne ohne Hightech-Fitnessarmband nicht zu einem Wanderurlaub nach Usedom fahren. Also hat der Computerfreak meinen profanen Wunsch kurzerhand upgegraded.“
Wieder prusteten wir los. Wenn Lachen gesund machen konnte, hätten wir an diesem Abend Lahme zum Gehen bringen können.
„Nein, ich freue mich wirklich über das Geschenk“, sagte unser Kumpel, als er sich wieder beruhigt hatte. „Das Gleiche gilt für den Wanderurlaub mit der ganzen Familie. Und natürlich auf Usedom. An der Ostsee war ich zwar schon, aber auf Usedom noch nie … Du kennst doch die Insel. Kann ich dort mein neues Hobby ausleben?“

Von der Natur saugt man sich voll Wahrheit,
um nachher im Atelier den Schwamm auszudrücken.

Jules Dupré (1811 – 1889)

Erst wollte ich ganz spontan antworten. Zwar war Usedom vielleicht als Sonneninsel, nicht aber als Wanderinsel bekannt. Doch genau so war es. Gerade für Wander-Neulinge und Wiedereinsteiger bot die Insel nahezu perfekte Voraussetzungen.
Doch seine Frage war vielschichtiger als Außenstehende vielleicht vermuten könnten. So war ein sinnvolles Hobby zu haben, eines mit dem man sich identifizieren konnte, für uns alle ein wichtiger Glücksfaktor. Doch wie sah es mit den anderen Aspekten aus?
Es verging ein Weile des Nachdenkens bis ich antwortete.
„Wie kaum ein anderer Ort kann Usedom auf wundersame Weise glücklich machen. Für viele nur die Sonneninsel, ist Usedom für mich und meine Frau auch zur Gesundheits- und Wanderinsel geworden. Es vergeht kein Jahr, in dem wir nicht mindestens ein- oder zweimal dort Urlaub verbringen. Dabei ist es nicht nur die Schönheit der Natur, die uns begeistert. Usedom kann dir viel geben. Entspannung, Ruhe, Freude, Glücksgefühle und manchmal sogar eine neue Sicht auf die Dinge. Doch Usedom nimmt auch viel. Stress, Sorgen und Probleme verschwinden dort bei langen Wanderungen unter grenzenlosem Himmel von ganz allein. Usedom wirkt wie ein magischer Schwamm, der alles Schlechte aufsaugt und so Platz für Neues schafft.“

Ostseeinsel Usedom

Mit einer Fläche von insgesamt 445 Quadratkilometern ist die Ostseeinsel Usedom nach Rügen die zweitgrößte Insel Deutschlands.
Selbst wenn wir uns auf den mit 373 Quadratkilometern großen deutschen Teil beschränken, ist dieser noch viel zu groß für einen einzelnen ART WALK.
Nicht zuletzt aus diesem aber auch aus Gründen der Erholung und der Gesundheit sollte man sich für einen Usedom-Besuch mehrere Tage Zeit nehmen.
Anders als in den bisher erschienenen Büchern führen Sie also dieses Mal gleich mehrere ART WALKs über nahezu die gesamte Insel. Auf diesen ganz unterschiedlichen Streifzügen können Sie zahlreiche Sehenswürdigkeiten Usedoms entdecken, aber auch weniger bekannte Orte voller Charme und Magie. Denn Usedom bietet mehr als Strand und Meer. Da ist zum Beispiel die Kaiserbäderpromenade, mit achteinhalb Kilometern die längste Europas. Hier kommen Sie an herrlichen, alten Villen vorbei – lückenlose Bäderarchitektur, die es sonst nirgends gibt.
Auf anderen Touren machen wir einen Abstecher ins Inselinnere. Hier im Achterland zeigt sich die Insel von einer ganz anderen Seite. Oft nicht weit vom Strand entfernt, bietet Usedom hier ein idyllisches, grünes Paradies, das entdeckt werden will – allen voran die 14 Naturschutzgebiete, die fast sechs Prozent der Gesamtfläche der Insel ausmachen.

Man muss daran glauben, dass Glück möglich ist,
um glücklich zu sein.

Leo (Lew) Nikolajewitsch Graf Tolstoi (1828 – 1910)

Wieder in der Zivilisation angekommen, begegnen wir Reet gedeckten Häusern mit bunten Blumengärten. Oder einer Bockwindmühle, die imposant in den Himmel ragt. Wir entdecken alte Kirchen und fast menschenleere Wanderwege. Abseits der Seebäder an dem insgesamt 42 Kilometer zusammenhängenden goldgelben, feinen Sandstrand an der Ostsee kann man viel Ruhe und Entspannung finden.
Freuen Sie sich auf eine Insel und ihre vielen verschiedenen Gesichter.
Alle Orte auf Usedom sind gut mit dem Auto, zum Teil auch mit Bus oder Bahn erreichbar.
Das Basislager für unsere künstlerischen Streifzüge haben wir dieses Mal im Ostseeband Koserow eingerichtet. Koserow liegt ungefähr auf halber Strecke zwischen Peenemünde und Ahlbeck in der Mitte Usedoms. Hier an der schmalsten Stelle der Insel zwischen Ostsee und Achterwasser erwartet uns ein sehr interessanter Ort mit langer Historie und viel Natur. Ein besonderer Reiz geht vom Streckelsberg aus. Mit 58 Metern Höhe ist er nicht nur die höchste Erhebung Usedoms. Von seinem Steilufer aus bietet sich dem Betrachter ein herrlicher Blick aufs Meer. Auch der Haupt-Radwanderweg über die Insel verläuft hier entlang.

Endloser Strand

Durch nichts nähern sich Menschen dem Himmel mehr als durch Beglückung von Menschen.

Marcus Tullius Cicero (106 – 43 v. Chr.)

Usedom (8).jpgWer zum ersten Mal die Sonneninsel Usedom besucht, wird seinen Urlaub voraussichtlich an der Küste verbringen. Der herrlich breite Ostsee-Sandstrand vom Seebad Karlshagen im Norden bis nach Ahlbeck nahe der polnischen Grenze übt auf den Besucher eine fast schon magische Faszination aus.Eine Wanderung am Strand ist darüber hinaus ein guter Start für einen einzelnen künstlerischen Streifzug wie auch für einen mehrwöchigen Gesundheits- und Wanderurlaub.
Wer die Insel in der wärmeren Jahreszeit besucht, kann seinen Füßen, Gelenken, ja dem ganzen Bewegungsapparat einen großen Gefallen tun, wenn er barfuß geht. Barfuß laufen ist quasi eine Naturarznei, die in Vergessenheit geriet. Man kann sie aber wieder ganz einfach und kostenlos für sich nutzen!
Der Strand bietet nahezu überall auf Usedom optimale Voraussetzungen dafür.
In den Sommermonaten herrscht je nach Tageszeit ein munteres Treiben. Selbst in der kalten Jahreszeit, wenn die sonst zahlreichen Strandkörbe verschwunden sind, ist der Strand zwischen Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck tagsüber fast niemals menschenleer. Nur wenige Kilometer nördlich von Bansin allerdings schon.

Zwischen Bansin und Ahlbeck

Viele träumen davon, am Strand zu liegen;
was früher das Schicksal von Schiffbrüchigen war.

© Walter Ludin (*1945)

Usedom (37).jpgNicht weniger attraktiv als der Strand sind die Flaniermeilen der Seebäder, die oberhalb des Strandes mit den unzähligen Geschäften, Cafés und Restaurants zum Spazieren, Genießen und Entspannen, zum Sehen und Gesehen werden einladen.
Auch wir verbrachten vor vielen Jahren unseren ersten Urlaub in Bansin, in einem herrlichen Hotel direkt an der Strandpromenade. Wir waren begeistert von dem Ort, dem Hotel, dem Strand, den vielen Restaurants und der Uferpromenade. Bansin war damals in den 90er Jahren noch eine selbständige Gemeinde. Erst am 1. Januar 2005 wurden die drei Ostseebadeorte Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin zusammengeschlossen.
Der Badebetrieb auf Usedom und insbesondere in Bansin allerdings hat eine viel längere Tradition. Bereits 1897 wurde Bansin eigens zu Zwecken des Badebetriebes gegründet. Davon zeugen noch heute viele Villen im Stile der Seebäderarchitektur, die zunächst durch Einheimische und später durch zugewanderte Unternehmer errichtet wurden. Grund für diesen Bauboom war die in Deutschland erwachende Badekultur, für die der herrlich breite und weiße Sandstrand die besten Voraussetzungen bot.

Wellness am Strand

Die Schale einer kleinen Muschel am Strand verkündet dir,
dass der Schöpfer ein Künstler ist.

Tertullian (um 160 – um 220)

Usedom (38).jpgWandern kann man fast überall und jederzeit – auch in der Großstadt. Am meisten Spaß macht Wandern natürlich in freier Natur. Der morgendliche, noch fast menschenleere Strand lädt geradezu ein zu einem Spaziergang.
Die Sonneninsel Usedom bietet hierfür ideale Bedingungen. Am Strand geben wir uns dem Rauschen des Meeres hin, saugen mit jedem Atemzug frische, salzhaltige Luft in unsere Lungen. Treffen Sonne, Wind und Wellen zusammen, entstehen nämlich sogenannte Brandungsaerosole, die durch die Verwirbelung besonders viele gesunde Elemente enthalten.

Ein Strandspaziergang am bis zu 70 Meter breiten, weißen Sandstrand Usedoms, auch im Herbst und Winter, ist daher genau das Richtige für alle, die ihr Immunsystem stärken wollen.
Brandungsaerosole unterstützen aber nicht nur unser Immunsystem. Der kilometerlange, steinfreie Strand, die natürliche Synergie von Wasser und Wald und das milde Reizklima mit der reinen Luft sind das Richtige für alle, die sich etwas besonders Gutes tun wollen. Mit anderen Worten: Eine kleine Portion Wellness gibt es auf Usedom bereits gratis unter freiem Himmel.

Strandhafer

Wer Ideen pflanzt, darf ihr Wachstum nicht fürchten.

Unbekannt

Usedom (27).jpgGroße Teile des Naturparks Insel Usedom sind wegen ihrer besonderen Vegetation sehr wertvoll. Das Gebiet besitzt einen hohen Anteil naturnaher Biotope. Dazu zählen neben Moor, Wäldern und Wasserflächen auch die Dünen. Eine Düne ist aber mehr als nur eine Erhebung aus Sand, die vom Wind angeweht und abgelagert wird.
Sie spielt eine wichtige Rolle beim Küstenschutz. Darunter versteht man zum einen Maßnahmen, die den Uferrückgang (Erosion) begrenzen.
Hochwasserschutzmaßnahmen dienen zum anderen dem Schutz von Menschenleben und Sachwerten bei Sturmfluten.
Für den Erosionsschutz werden z.B. Buhnen, Sandaufspülungen und Stranddrainagen verwendet. Für den Hochwasserschutz an den Küsten werden entweder Dünen allein oder die Kombination von Düne – Küstenwald – Deich eingesetzt.
Dünen halten aber auch den vom Strand aufgewirbelten Sand fest.
Die Bepflanzung mit Strandhafer dient dabei der Verfestigung der Düne. Etwa zwei Meter tief wachsen seine Wurzeln und geben dem Sandboden Struktur, Feuchtigkeitsregulation und Halt.
Wegen der Bedeutung für den Küstenschutz dürfen Dünen daher auch nicht betreten werden.

Badewanne Berlins

In der Badewanne lernt man nicht schwimmen.

Heinrich Zille (1858 – 1929)

Usedom (22).jpgAls am 31. Mai 1911 Bansin an das Eisenbahnnetz angeschlossen wurde, hatte dies eine Verfünffachung der Besucherzahlen zur Folge.
Die „Badewanne Berlins“ war jetzt in weniger als drei Stunden von der Hauptstadt aus erreichbar.
Berliner zählten daher schon immer zu der wichtigsten Klientel unter den Badegästen. Dank guter Erreichbarkeit zählen heute auch viele Urlauber aus anderen Bundesländern und dem europäischen Ausland zu den Usedom-Fans. Und schon längst sind es nicht mehr nur Erholungssuchende und Badegäste. Vor allem Aktiv-Urlaubern bietet Usedom das ganze Jahr über gute Voraussetzungen. Gerade die Kombination aus genussvoller Bewegung in freier Natur und lebendiger Geschichte kann den Einstieg in ein gesünderes Leben erleichtern. Reine Luft mit wenig Allergenen, günstige Strahlungsverhältnisse mit ausreichenden Licht- und Schattenmöglichkeiten, klimatisch günstige Bedingungen – Usedom ist gekennzeichnet durch eine besondere heilklimatische Lage.
Aufgrund des Übergangs zum Kontinentalklima treten zu allen Jahreszeiten zudem durchschnittlich weniger Niederschläge auf.

Wanderer-Picknick

Wir müssen von Zeit zu Zeit eine Rast einlegen und warten,
bis unsere Seelen uns wieder eingeholt haben.

Indianische Weisheit

Usedom (12).jpgWir treffen zwei Wanderer beim Picknick. Das Motiv begeistert uns sogar noch mehr als der Angler kurz zuvor. Wandern sorgt nicht nur nachweislich für geistige und seelische Fitness, man tun auch dem Körper viel Gutes. Immer mehr Menschen entdecken daher das Wandern für sich. Kein Zaubertrank, aber ein prima Lebenselixier, das gut bekommt und schmeckt. So empfiehlt auch die Sportmedizin Wandern inzwischen als optimale Sportart, denn es hat eine Menge für die Gesundheit zu bieten. Wandern kann die Beschwerden des Metabolischen Syndroms lindern.
Es schützt das Herz, reguliert den Blutfettspiegel, senkt den Blutdruck, kräftigt die Lunge, stärkt die Knochen, regt den gesamten Stoffwechsel an und stärkt die Abwehrkraft. Regelmäßiges Gehen – und zwar zu jeder Jahreszeit – macht widerstandsfähiger gegen alle Erkältungskrankheiten. Ganz nebenbei scheint Wandern in freier Natur auch einen, wenngleich wissenschaftlich noch nicht erklärbaren, Effekt zu haben: Unser Verlangen nach gesunden und wertvollen Lebensmitteln wird auf wundersame Weise (re)aktiviert:
Ein Glas frische Buttermilch, ein Fischbrötchen, eine Gewürzgurke oder schlichtweg einfaches Wasser – bei der Rast unter freiem Himmel bemerkt man, dass man noch Geschmacksnerven hat.

Fischkutter am Strand

Der Fisch, der entkommt, ist immer der größte.

Aus China

Usedom (7).jpgFischkutter am Strand sind beliebte Fotomotive bei Touristen. Viel mehr aber auch nicht, denn vom Fischfang allein können heute nur noch Möwen und Kormorane leben. Der Beruf des Fischers ist so gut wie ausgestorben auf Usedom. Gleichwohl gibt es noch einige, die immer noch gern hinaus auf die Ostsee fahren, um Hering und Co. zu fangen. Der Hering, früher einst Brotfisch der Usedomer Fischer, gab übrigens dem berühmten Ostseebad Heringsdorf seinen Namen. Die Idee kam von Kaiser Wilhelm – einem Usedom-Fan. Auch Theodor Fontane, Johann Strauß und Lyonel Feininger liebten die Insel, flanierten auf der Promenade entlang.
Fisch steht natürlich auch heute noch ganz oben auf den Speisekarten in den Hotels und Restaurants. Doch heute kommt der Fisch eher aus Lettland oder Weißrussland, zu deutlich günstigeren Preisen. Doch nicht nur Seefische finden sich auf der Speisekarte. In manchen Restaurants gibt es auch edle Süßwasserfische aus dem Achterwasser. Süß- und Salzwasserfische gleichermaßen gibt es aber auch vor Usedom zu fangen.
Die Brackwassereinspeisung der Flüsse Swine und Peene macht hier aus der ohnehin nicht sehr salzigen Ostsee Mischwasser.

Radfahren zum Strand

Wer ans Ziel kommen will, kann mit der Postkutsche fahren,
aber wer richtig reisen will, soll zu Fuß gehen.

Jean-Jacques Rousseau (1712 – 1778)

Usedom (5).jpgAktuellen Statistiken zufolge gehört das Radfahren zu den beliebtesten Sportarten der Deutschen. Jeder Zweite radelt demnach regelmäßig.
Auf der anderen Seite geben auch zwei Drittel aller Befragten an, gern auf Schusters Rappen unterwegs zu sein.
Ob Sie lieber wandern oder radfahren sollten, hängt auch davon ab, worauf Sie Wert legen. Schneller von A nach B kommt man in diesem Vergleich auf jeden Fall mit dem Fahrrad.
Dass aber Wandern heute in immer hektischeren Zeiten eine Renaissance erlebt, liegt nicht so sehr an neuen Begriffen wie Trekking, Hiking oder Walking, sondern daran, dass Wandern von Kopf bis Fuß gesund ist. Darüber hinaus kann es von nahezu jedem ausgeübt werden. Niemand muss dafür Unterricht nehmen, um es zu erlernen. Gehen ist die natürlichste aller Bewegungsformen, die wir uns in frühester Kindheit quasi selbst erarbeiten. Kaum eine andere Sportart eignet sich zudem besser für die ganze Familie. Auch prägen sich Landschaften ganz anders und viel intensiver in die Erinnerung ein, wenn man ihnen zu Fuß begegnet. Dabei stellt sich eine Form der inneren Ruhe ein, die in jedem Luxushotel ferner Reiseziele oder am Buffet oftmals vergeblich gesucht wird.

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